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Totenwache
mit Kerzenmeditation
 
         
 

Eröffnung
Pr: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
A: Amen
Pr: Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn.
A: Der Himmel und Erde erschaffen hat.
Pr: In dieser Stunde, da wir Trauer haben um einen Menschen, blicken wir auf Gott. Wir stehen ohnmächtig vor der Macht des Todes. Wir wollen Gott, den Herrn über Lebende und Tote, bitten, daß er unsere(n) Verstorbene(n) NN aufnehme in seinen ewigen Frieden.
A: Wir wollen ihn bitten, daß er den Angehörigen Trost schenke. Wir hoffen, daß der Herr seine Verheißungen wahrmachen wird und unsere(n) Verstorbene(n) aufnimmt in die Gemeinschaft des Himmels.
Im Glauben an die Auferstehung, in der Hoffnung auf ein Wiedersehen und in der Liebe, die wir im Herzen bewahren, wird die Endgültigkeit des Abschieds aufgehoben. Wo der Tod uns trennt, baut die Liebe eine Brücke: die Brücke des Gebets.

Lied:
1. Näher, mein Gott, zu dir, Herr, ich bin dein, dir nur verdanke ich Leben und Sein. Laß hier auf Erden mich niemals vergessen dich! Näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir!

Beten um Licht
V1: Der Tod macht das Leben dunkel. Als Christen glauben wir, daß das Licht über die Finsternis siegt.
Als Christen glauben wir, daß wir nicht für den Tod, sondern für das Leben geschaffen sind. Diesen Abend beten wir um Licht für den Verstorbenen.

1. Kerze anzünden
V2: Bei der ersten Kerze beten wir um Vergebung. Höre Gott, erbarme dich über uns.
A: Höre Gott, erbarme dich über uns.
V2: Guter Gott, du rufst Menschen zum Leben, damit sie gerecht und gut durch das Leben gehen. In diesem Menschen, der gestorben ist, haben wir deine Liebe gesehen.
Und möge er/sie versagt haben, rechne ihm/ihr die Sünden nicht an. Nimm ihn/sie auf in die Gemeinschaft von allen, die bei dir ewig leben.
Und vergib auch uns, wenn wir dem Verstorbenen zu wenig Liebe schenkten.
Sei unserem/r Verstorbenen und uns allen gnädig, das bitten wir dich mit den Worten:
Vater unser...Gegrüßet...
V2: Herr, gib ihm/ihr die ewige Ruhe
A: und das ewige Licht leuchte ihm/ihr.
V2: Herr, lass ihn/sie ruhen in Frieden.
A: Amen.

2. Kerze anzünden
V1: Bei der zweiten Kerze beten wir voll Dankbarkeit. Höre Gott, erbarme dich über uns.
A: Höre Gott, erbarme dich über uns.
V1: Guter Gott, du schenkst einander Menschen, damit sie glücklich sind. Wir danken dir für N. und für alles, was er/sie für uns bedeutet hat und auch weiter bedeuten wird.
Du möchtest niemanden für immer verloren gehen lassen; im Gegenteil, du möchtest ihn/sie neu machen.
Dankbar für sein/ihr Leben bitten wir dich um Kraft und Mut, um bei all` dem Kummer durch diesen Tod, die Freude über all das Gute von seinem/ihrem Leben nicht zu vergessen. Darum bitten wir dich mit den Worten:
Vater unser...Gegrüßet...
V1: Herr, gib ihm/ihr ...

3. Kerze anzünden
V2: Bei der dritten Kerze beten wir um Frieden bei Gott. Höre Gott, erbarme dich über uns.
A: Höre Gott, erbarme dich über uns.
V2: Guter Gott, du gönnst uns das Licht der Welt, du hast unsere Geburt gewollt. Nicht für den Tod hast du uns geschaffen, sondern zum Leben hast du uns gerufen.
Gib, daß dieser/e Verstorbene, nach einem Leben in Freud und Leid, und einem Dasein in guten und bösen Tagen, nach Hause kommen darf zu dir, und bei dir, unserem Vater, Frieden findet für allezeit.
So haben wir dich kennengelernt durch Jesus, der dich Vater nannte; auch wir wollen dich nun mit diesen Worten bitten:
Vater unser...Gegrüßet...
V2: Herr, gib ihm/ihr

4. Kerze anzünden
V1: Bei der vierten Kerze beten wir un Glauben. Höre Gott, erbarme dich über uns.
A: Höre Gott, erbarme dich über uns.
V1: Guter Gott, alles Sterben macht uns Menschen mutlos, betrübt und verzweifelt.
Wir wissen nicht, warum dies alles so geschieht.
Aber entfache in uns das Licht des Glaubens und gib uns Vertrauen, daß du alles zum Guten wendest, und daß nichts vergeblich geschieht. Wir geben diesen/e Verstorbenen/e aus den Händen im Vertrauen, daß du uns allen nahe bist in der Stunde des Todes; fache das Licht des Glaubens in uns an, das erbitten wir mit den Worten:
Vater unser...Gegrüßet...
V1: Herr, gib ihm/ihr

5. Kerze anzünden
V2: Bei der fünften Kerze beten wir um Liebe. Höre Gott, erbarme dich über uns.
A: Höre Gott, erbarme dich über uns.
V2: Guter Gott, du hast die Menschen geschaffen, daß sie in Liebe miteinander umgehen. Für dieses Wunder danken wir dir, es gehört zu den schönsten Gaben aus deiner Hand.
Wir können nicht glauben, daß die Liebe, die Menschen miteinander verbindet, durch den Tod plötzlich aufhört.
Hilf uns glauben, daß wir über den Tod hinaus miteinander verbunden bleiben; darum beten wir:
Vater unser...Gegrüßet...
V2: Herr, gib ihm/ihr

6. Kerze anzünden
V1: Bei der sechsten Kerze beten wir um Hoffnung. Höre Gott, erbarme dich über uns.
A: Höre Gott, erbarme dich über uns.
V1: Guter Gott, schmerzlich ist der Verlust dieses Menschen, jedoch du tröstest uns mit dem Versprechen, daß du uns aus der Finsternis des Todes auf`s Neue in das Licht des Lebens führst, in die Herrlichkeit, die uns nach diesem Leben erwartet.
Wir bitten dich um Vertrauen an die Zukunft von N. bei dir und um Hoffnung für jene, die mit einem leeren Platz in ihrer Mitte weiterleben müssen; darum bitten wir mit den Worten:
Vater unser...Gegrüßet...
V1: Herr, gib ihm/ihr

Nun werden die beiden Altarkerze angezündet.
V2: Bei diesen Kerzen beten wir um das Licht von Christus. Höre Gott, erbarme dich über uns.
A: Höre Gott, erbarme dich über uns.
V2: Guter Gott, wie Jesus am Kreuz fühlen auch wir uns verlassen. Aber nach Leiden kommt Freude, nach dem Sterben die Auferstehung. Kehre unsrer Leid um, brich den Tod ab und laß ihn/sie, der/die starb, eingehen in die Freude der Auferstehung;
das erbitten wir auf die Fürsprache von Jesus Christus, der uns vorangegangen ist, durch den Tod in`s Leben bei dir.
Gib auf`s Neue Licht in sein/ihr und in unser aller Leben; darum bitten wir dich, wenn wir nun miteinander beten:
Vater unser...Gegrüßet...
V2: Herr, gib ihm/ihr

Lied: Gnade und Wohlergehn, Friede und Heil wird durch die Liebe dein stets mir zuteil. Herr, auch das eine gib, daß ich dich mehr noch lieb! Näher...

Evangelium (Joh 10,14-15.27-29)
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
In jener Zeit sprach Jesus: Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen; und die Meinen kennen mich, wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe mein Leben hin für die Schafe.
Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir. Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen, und niemand wird sie meiner Hand entreißen.
Mein Vater, der sie mir gab, ist größer als alle, und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen.

Jetzt wird ein Teil des Rosenkranzes gebetet:
Jesus, erbarme dich der Armen Seelen im Fegefeuer

Lied:
Herr, ich bin dein Eigentum, dein ist ja mein Leben; mir zum Heil und dir zum Ruhm hast du mir's gegeben. Väterlich führst du mich auf des Lebens Wegen meinem Ziel entgegen.

Litanei für Verstorbene
V1/A: Herr, erbarme dich.
V1/A.: Christus, erbarme dich.
V1/A: Herr, erbarme dich.
V1/A: Christus, höre uns.
V1/A: Christus, erhöre uns.
V1: Gott Vater im Himmel,
A: erbarme dich unser.
Gott Sohn, Erlöser der Welt
Gott Heiliger Geist
Heiliger dreifaltiger Gott
V1: Heilige Maria, aufgenommen in den Himmel,
A.: bitte für ihn/sie.
Du unsere Mutter
Du Zuflucht der Sünder
Du Trost der Trauernden
Heiliger Josef
Heiliger Michael
Heilige(r) N. (Namenspatron des Verstorbenen)
Ihr Heiligen unseres Landes
Alle Heiligen Gottes
V1: Deinen Tod, o Herr, verkünden wir,
A: und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.

V2: Jesus, am Kreuz gestorben
A: erbarme dich seiner/ihrer.
Hinabgestiegen zu den Toten
Auferstanden in Herrlichkeit
Du Kraft für die Sterbenden
Du Tür zum Leben und einzige Hoffnung
V2: Wir bitten dich für unsere Toten:
A: gib ihnen die ewige Freude.
Reinige sie von ihrer Schuld
Ergänze, was ihrem Leben fehlt
Vollende sie im Reich des Vaters
V2: Deinen Tod, o Herr, verkünden wir.
A: und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.
V1: Wir armen Sünder,
A: wir bitten dich, erhöre uns
Daß wir unsere Sünden bereuen
Daß wir einander verzeihen
Daß wir an dich glauben
Daß wir auf dich hoffen
Daß wir dich lieben
Daß wir in dir leben
Daß unsere Toten bei dir leben
V1: Lasset uns beten, wie der Herr uns gelehrt hat:
A: Vater unser im Himmel... Denn dein ist das Reich...

Meditationstext
V2: Ich möcht’, daß einer mit mir geht,
der’s Leben kennt, der mich versteht,
der mich zu allen Zeiten kann geleiten.
Ich möcht’, daß einer mit mir geht!

A: Ich wart`, daß einer mit mir geht,
der auch im Schweren zu mir steht,
der in den dunklen Stunden mir verbunden.
Ich wart’, daß einer mit mir geht.

V1: Es heißt, daß einer mit mir geht,
der’s Leben kennt, der mich versteht,
der mich zu allen Zeiten kann geleiten.
Es heißt, daß einer mit mir geht!

A: Sie nennen ihn den Herren Christ.
der durch den Tod gegangen ist,
er will durch Leid und Freuden mich geleiten.
Ich möcht’, daß einer mit mir geht!

Lied:
Deine Treue wanket nicht, du wirst mein gedenken, wirst mein Herz in deinem Licht durch die Zeit hin lenken. So weiß ich, du hast mich in die Hand geschrieben, ewig mich zu lieben.

Segensgebet
Pr: Der allmächtige Gott, der in Christus den neuen Bund mit uns geschlossen hat, halte uns die Treue, verzeihe unsere Schuld und stärke unsere Schwäche.
A: Amen.
Pr: Er, der Christus nicht der Macht des Todes überließ, bewahre uns vor allem Zweifel, nehme uns die Angst vor dem Sterben und gebe uns die Hoffnung auf die Überwindung des Todes.
A: Amen.
Pr: Der heilige Gott, der seinen Sohn zum Richter über Lebende und Tote bestellt hat, lasse uns den Tag des Gerichts bestehen und rufe uns zum Hochzeitsmahl des ewigen Lebens.
A: Amen.
Pr: Der Herr segne und behüte uns. Er wende uns sein Angesicht zu und gebe uns Frieden in der Gemeinschaft mit seinem Sohn und dem Heiligen Geist.
A: Amen.
Pr: Herr, gib allen unseren lieben Verstorbenen die ewige Ruhe
A: und das ewige Licht leuchte ihnen.
Pr: Herr, lass sie ruhen in Frieden.
A: Amen.
Pr. Im Namen des Vaters...

 

Totenwache
mit Rosenkranz

Lied: Näher, mein Gott, zu dir. Herr, ich bin dein; / dir nur verdanke ich Leben und Sein. / Lass hier auf Erden mich / niemals vergessen dich! / Näher, mein Gott zu dir, näher zu dir!

V.: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Lasset uns beten für unseren verstorbenen Mitbruder N. (für unsere verstorbene Mitschwester N.)
Herr, gib ihm (ihr) die ewige Ruhe.
A.: und das ewige Licht leuchte ihm (ihr).

Kyrie-Rufe
V.: Jesus starb den Tod, den alle Menschen sterben. Herr, erbarme dich unser.
A.: Herr, erbarme dich unser.
V.: Im Tod hat er den Tod besiegt, das Leben neu geschaffen. Christus, erbarme dich...
V.: Er stirbt unsern Tod und schenkt uns sein Leben. Herr, erbarme dich...
V.: Herr, unser Gott, wir sind zusammengekommen, um für deinen verstorbenen Diener (deine verstorbene Dienerin) zu beten. Durch seinen (ihren) Tod gingen die Tage seines (ihres) irdischen Lebens zu Ende. Erbarme dich und vollende sein (ihr) Leben bei dir. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
A.: Amen.

Ewige Ruhe
V.: Jesus hat gesagt: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.“ Er allein kann unserem unruhigen Herzen Ruhe schenken, bis es ruht in Gott.
V.: Herr Jesus Christus, wir rufen zu dir für unseren verstorbenen Mitbruder (unsere verstorbene Mitschwester): Gib ihm (ihr) die ewige Ruhe.
A.: Gib ihm (ihr) die ewige Ruhe.
V.: In dir sind die Toten geborgen.
A.: Gib ihm (ihr) die ewige Ruhe.
V.: In dir findet der Mensch die Erfüllung seine Wünsche.
A.: Gib ihm (ihr) die ewige Ruhe.
V.: Selig sind, die in dir sterben.
A.: Gib ihm (ihr) die ewige Ruhe.
V.: Lasset uns beten. - Ewiger Gott, in dir findet alles, seine Vollendung. Du kannst das Suchen des Menschen erfüllen. Schenke unserem verstorbenen Mitbruder (unserer verstorbenen Mitschwester) die Freude, für immer bei dir geborgen zu sein. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
A.: Amen.

Lied: Gnade und Wohlergehn, Friede und Heil, / wird durch die Liebe dein stets mir zuteil. / Herr, auch das eine gib, / dass ich dich mehr noch lieb! / Näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir!

Rosenkranz
Einstimmung zum ersten Gesätzchen
„Der unseren Verstorbenen ein gnädiger Richter sein wird“
Beten wir für unsere Verstorbenen, dass ihnen Gott ein gnädiger Richter sei. Verbinden wir damit auch den Entschluss, die Zeit unseres Lebens, die uns noch geschenkt wird, so gut zu leben, dass wir ohne Furcht und Angst vor unseren Richter treten können.

Einstimmung zum zweiten Gesätzchen
„Der den Verstorbenen alles Gute vergelten wird.“
Oft erkennen wir erst, wenn wir einen Menschen verloren haben, was er für uns bedeutet hat, wie viel wir ihm zu danken und zu verdanken haben. Was jedoch ein Mensch im Stillen getan, gebetet, geopfert und gelitten hat, weiß Gott allein.

Einstimmung zum dritten Gesätzchen
„Der die Gebete für unsere Verstorbenen erhört“
Unsere Gebete für unsere Verstorbenen leben von dem tiefen Vertrauen, dass Gottes Hände gute Hände sind und dass Gott denen seine Hilfe schenkt, die unserer Gebete bedürfen. Gott ist reinigendes und gnädiges Gericht. Beten wir auch für jene, die einst für unsere ewige Ruhe und Freude in Gott beten werden.

Einstimmung zum vierten Gesätzchen
„Der den Verstorbenen den ewigen Frieden schenken wird“
Jesus hat uns die Trostworte zugesprochen: „Ihr werdet traurig sein, aber eure Trauer wird sich in Freude verwandeln. Ich werde euch wiedersehen, und euer Herz wird sich freuen und eure Freude wird euch niemand nehmen.“
In der Geheimen Offenbarung heißt es: „Gott wird jede Träne von ihren Augen wischen. Es wird kein Tod, keine Trauer, keine Klage und kein Schmerz mehr sein. Siehe, ich mache alles neu“

Einstimmung zum fünften Gesätzchen
„Der uns mit der Verheißung des Wiedersehens getröstet hat“
Trauer ist nicht das letzte Wort des Christen. Es gibt ein Weiterleben nach dem Tod. Es gibt eine Auferstehung. Es gibt ein Wiedersehen mit unseren Verstorbenen in der Herrlichkeit Jesu Christi, des „Erstlings der Entschlafenen“. Auf dieses Wiedersehen dürfen wir uns freuen.

Lied: Fühl ich mein Ende nahn, Herr, steh mir bei, / Dein Sohn in Brotsgestalt Zehrung mir sei! / Vater, der einst mich schuf, hör meinen letzten Ruf: / Näher mein Gott zu dir, näher zu dir.

Gebete:
Für einen verstorbenen Vater
V.: Herr und Gott, von dir hat alle Vaterschaft im Himmel und auf Erden ihren Namen. Gedenke deines Dieners N., der seiner Familie ein guter Vater gewesen ist. Nimm ihn auf in deinen Frieden, und schenke ihm die Erfüllung aller Liebe und Treue. Schütze alle Glieder seiner Familie, die er auf Erden hinterlassen hat, und erhalte sie in deiner Liebe, damit sie an Leib und Seele geborgen sind. Durch Christus, unseren Herrn. A.: Amen.

Für eine verstorbene Mutter
Herr Jesus Christus, Sohn Gottes von Ewigkeit, Mensch geworden aus der Jungfrau Maria, blicke in deiner Güte auf deine Dienerin N. Vergilt ihr alle Liebe, die sie als Mutter ihrer Familie geschenkt hat, und erfülle an ihr deine Verheißungen. Nimm alle, die sie zurücklassen musste, in deine sorgende Obhut, und erhalte sie in der Treue zu dir. Der du lebst und herrscht in Ewigkeit. A.: Amen

Für die Eltern, deren Kind gestorben ist
V.: Wir wollen für die Eltern beten, deren Sohn (Tochter) Gott, der Herr über Leben und Tod, zu sich genommen hat, und auch für seine (ihre) Geschwister und Angehörigen:
Gott, himmlischer Vater, hilf, dass sie sich in deinem Willen ergeben. Sie empfehlen dir Leib und Seele ihres Kindes in deine treuen Hände. Vollende sein junges Leben in deinem Reich, bewahre es zum ewigen Leben. Schenke den Eltern deinen Trost in ihrem Schmerz und lass sie deine Nähe erkennen. Stärke sie im Glauben, damit sie nicht verzweifeln. Erfülle sie mit lebendiger Hoffnung auf die Auferstehung und das Wiedersehen.
Segne dieses Leid, Herr, dass sie durch dein Erbarmen ihr Leben vollenden und die ewige Herrlichkeit erlangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
A Amen.

Segensgebet:
V.: Unser Vater, der den Menschen in seiner Güte erschaffen hat und uns im österlichen Sieg seines Sohnes Hoffnung auf die Auferstehung gegeben hat, tröste die Trauernden in diesem Glauben.
A.: Amen.
V.: Er schenke uns die Vergebung der Sünden und allen Verstorbenen sein Licht und seinen Frieden.
A.: Amen.
V.: Er, der unseren Mittler zu seiner Rechten erhöht hat, gebe uns mit Christus Leben ohne
Ende .
A.: Amen.
V.: Dies gewähre der dreieinige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
A.: Amen.
V. Herr, gib allen unseren Verstorbenen die ewige Ruhe.
A.: Und das ewige Licht leuchte ihnen.
V.: Herr, lass sie ruhen in Frieden.
A.: Amen.

Totenwache
Eröffnung
Pr: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
A: Amen
Pr: Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn.
A: Der Himmel und Erde erschaffen hat.
Pr: In dieser Stunde, da wir Trauer haben um einen Menschen, blicken wir auf Gott. Wir stehen ohnmächtig vor der Macht des Todes. Wir wollen Gott, den Herrn über Lebende und Tote, bitten, daß er unsere(n) Verstorbene(n) NN aufnehme in seinen ewigen Frieden.
A: Wir wollen ihn bitten, daß er den Angehörigen Trost schenke. Wo der Tod uns trennt, baut die Liebe eine Brücke: die Brücke des Gebets.

Totenwache
für plötzlich Verstorbene

Lied:
1. Näher, mein Gott, zu dir, Herr, ich bin dein, dir nur verdanke ich Leben und Sein. Laß hier auf Erden mich niemals vergessen dich! Näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir!

Betrachtung über den Tod
A: wer denkt schon ans Sterben
mitten im Leben
wer denkt an den Tod
wenn ihn Freude umgibt
wer denkt an den Abschied
mitten im Fest

V1: der Tod aber hat viele Gesichter
er sieht jeden von uns
eines Tages an
er sagt zu jedem von uns
eines Tages: komm,
ob wir wollen oder nicht
unerbittlich ist der Tod
stark ist er und mächtig
mächtiger als die Macht
von Menschen
A: wer denkt schon ans Sterben
mitten im Leben
wer denkt an den Tod
wenn ihn Freude umgibt
wer denkt an den Abschied
mitten im Fest

V2: wir leben dem Leben entgegen
das Leben, das mehr ist als
Mühe und Sorgen
dem Leben, das mehr ist als Arbeit und Kampf
dem Leben das Friede ist
Freude und Glück
wir leben dem Leben entgegen
der Auferstehung zum Fest
zu dem Gott uns einlädt
am Ende unserer Tage
wir leben dem Leben entgegen
A: wer denkt schon ans Sterben
mitten im Leben
wer denkt an den Tod
wenn ihn Freude umgibt
wer denkt an den Abschied
mitten im Fest

V1: denn stärker als der Tod
ist die Liebe
stärker als der Tod
ist das Leben
der Tod wird durchkreuzt
durch den, der am Kreuz
diesen Tod für uns starb
was jetzt zählt ist nicht Sterben
was jetzt zählt ist das Leben
A: wer denkt schon ans Sterben
mitten im Leben
wer denkt an den Tod
wenn ihn Freude umgibt
wer denkt an den Abschied
mitten im Fest
wer denkt an das Leben
das den Tod überwindet
(Stille)

Lied: Gnade und Wohlergehn, Friede und Heil, / wird durch die Liebe dein stets mir zuteil. / Herr, auch das eine gib, / dass ich dich mehr noch lieb! / Näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir!

Psalm 27
V2: Der Herr ist mein Licht und mein Heil:
Vor wem sollte ich mich fürchten?
Der Herr ist die Kraft meines Lebens:
Vor wem sollte mir bangen?
A: Nur eines erbitte ich vom Herrn,
danach verlangt mich:
Im Haus des Herrn zu wohnen
alle Tage meines Lebens,

V2: Mein Herz denkt an dein Wort:
«Sucht mein Angesicht!»
Dein Angesicht, Herr, will ich suchen.
Verbirg nicht dein Gesicht vor mir; /
weise deinen Knecht im Zorn nicht ab!
A: Ich aber bin gewiß, zu schauen
die Güte des Herrn im Land der Lebenden.
Hoffe auf den Herrn, und sei stark!
Hab festen Mut, und hoffe auf den Herrn!

V2: Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste
A: Wie es war am Anfang, jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Evangelium nach Johannes:
Pr. oder V1: Alles, was der Vater mir gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen; denn ich bin nicht vom Himmel herabgekommen, um meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.
Es ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, daß ich keinen von denen, die er mir gegeben hat, zugrunde gehen lasse, sondern daß ich sie auferwecke am Letzten Tag.
Denn es ist der Wille meines Vaters, daß alle, die den Sohn sehen und an ihn glauben, das ewige Leben haben und daß ich sie auferwecke am Letzten Tag.

Einstimmung zum Rosenkranzgesätzchen
V1: Herr, wir danken dir für unseren Bruder N./unsere Schwester N., der/die uns so kostbar und so nahe war.
Wir danken dir für alle Liebe und Freundschaft, die von ihm/ihr ausgegangen ist, für allen Frieden, den er/sie gebracht hat.
Wir bitten dich, gib, dass wir uns einst wiedersehen in der Freude der Auferstehung. .

In den 2 Gesätzchen vom Rosenkranz „Jesus, der uns das ewige Leben schenkt“ u. „“Jesus, erbarme dich der Armen Seelen im Fegefeuer“ erbitten wir die Fürsprache Mariens für den/die Verstorbenen/e.

Lied: Fühl ich mein Ende nahn, Herr, steh mir bei, / Dein Sohn in Brotsgestalt Zehrung mir sei! / Vater, der einst mich schuf, hör meinen letzten Ruf: / Näher mein Gott zu dir, näher zu dir.

Litanei:
Schau auf uns
V2: Ich erhebe meine Augen auf zum Himmel.
Ich erhebe meine Augen zu dir,
A: schau auf uns, du guter Gott.
V2: Überall, wo Menschen sterben,
A: schau auf uns, du guter Gott.
V2: Überall wo Menschen trauern,
A: schau auf uns, du guter Gott.
V2: Überall, wo Menschen zweifeln,
A: schau auf uns, du guter Gott.
V2: Überall, wo Menschen leiden,
A: schau auf uns, du guter Gott.
V2: Überall, wo Menschen schuldig werden,
A: schau auf uns, du guter Gott.
V2: Überall, wo Menschen einsam sind,
A: schau auf uns, du guter Gott.
V2: Überall, wo Menschen krank und behindert sind,
A: schau auf uns, du guter Gott.
V2: Überall, wo Menschen einander verletzen,
A: schau auf uns, du guter Gott.

Glaubensbekenntnis:
V1: Ich glaube an einen Gott,
der sich mir gezeigt hat in Jesus Christus,
der mir nahe ist - und nicht fern,
der mich begleitet und mitgeht, - auch in das Dunkel meines Lebens,
der nicht davonläuft vor meinem Leid,
der nicht erschrickt vor meiner Angst,
der immer wieder JA sagt zu mir
und mich versteht,
weil er selbst gelitten hat und jede Einzelheit des Leides kennt.
A: Ich glaube an Gott,
der meinem Leben Sinn geben will - auch in scheinbar sinnlosen Situationen.
In seiner Liebe ist alles,
was geschieht, aufgehoben -
Und nichts ist umsonst.
Ich glaube an Gott,
der nahe ist im Heiligen Geist,
dessen Liebe mich umfängt und begleitet für alle Zeit.
(Stille)

Lied:
Herr, ich bin dein Eigentum, dein ist ja mein Leben; mir zum Heil und dir zum Ruhm hast du mir‘s gegeben. Väterlich führst du mich auf des Lebens Wegen meinem Ziel entgegen.

Geh du jetzt mit mir
V1: Ja, du unser Gott, es ist so,
wie wir es nicht glauben können und konnten.
Der Mensch, der uns so nahe war,
dem wir so nahe waren,
er ist nicht mehr da.
Jetzt, da wir vieles erledigen müssen,
begreifen wir das alles, ein klein wenig.
V2: Geh du jetzt mit uns in diese Tage hinein!
Lass uns dort, wo es notwendig ist, stark sein!
Und lass uns Menschen finden,
bei denen wir schwach sein können,
bei denen wir uns ausweinen können
Und bleib du uns nicht fern!
Steig herab in unsere Trauer!

Eine Geschichte zum Nachdenken: Liebe überwindet die Trauer (Vorbeter)
V: Es gibt eine alte chinesische Legende von einer Frau, deren Sohn starb.
In ihrem Kummer ging sie zu einem heiligen Mann und sagte: „Welche Gebete und Beschwörungen kennst du, um meinen Sohn wieder zum Leben zu erwecken?“
Er sagte zu ihr: „Bringe mir einen Senfsamen aus einem Hause, das niemals Leid kennen gelernt hat. Damit werden wir den Kummer aus deinem Leben vertreiben.“
Die Frau begab sich auf die Suche nach einem Zaubersenfkorn. Sie kam an ein prächtiges Haus, klopfte an die Tür und sagte: „Ich suche ein Haus, das niemals Leid erfahren hat, ist hier der richtige Ort? Er wäre sehr wichtig für mich.“
Sie sagten zu ihr: „Da bist du an den falschen Ort gekommen“, und sie erzählten all das Unglück, das sich jüngst bei ihnen ereignet hatte.
Die Frau sagte zu sich selbst: „Wer wohl kann diesen armen unglücklichen Menschen besser helfen als ich, die ich selbst so tief im Unglück sitze?“ - Sie blieb und tröstete sie; dann suchte sie weiter ein Haus ohne Leid. Aber wo immer sie sich hinwandte, in Hütten und Palästen, überall begegnete ihr das Leid. Schließlich beschäftigte sie sich ausschließlich mit dem Leid anderer Leute, so dass sie ganz die Suche nach dem Senfkorn vergaß, ohne dass es ihr bewusst wurde, dass sie auf diese Weise tatsächlich den Schmerz aus ihrem Leben verbannt hatte.

Stille

Segensgebet:
Pr: Bleibe bei uns Herr, denn es will Abend werden und der Tag hat sich geneigt.
Bleibe bei uns mit deiner Gnade und Güte, mit deinem Wort der Hoffnung.
Bleibe bei uns mit deinem Trost und Segen.
So bitten wir dich, segne alle, die jetzt um ihren/e Verstorbenen/e trauern, segne alle, denen wir täglich begegnen, und segne alle Verstorbenen.
So segne uns Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

Lied:
Deine Treue wanket nicht, du wirst mein gedenken, wirst mein Herz in deinem Licht durch die Zeit hin lenken. So weiß ich, du hast mich in die Hand geschrieben, ewig mich zu lieben.

Zum Abschluss
V1: In memoriam (Im Gedenken)
Wir sind in diesem Erdenleben
uns nur auf Zeit geschenkt,
einander nur begrenzt gegeben,
zu selten man’s bedenkt.
Er/Sie ist den langen Weg gegangen,
verloren unserm Blick,
ließ uns in Schmerz und Leid gefangen, in Traurigkeit zurück.
Es ist von ihm/ihr in uns geblieben:
Die Liebe, die er/sie gab,
sie wird ihn/sie ewig überleben,
weit über Tod und Grab.
Pr: Herr, gib ....

Totenandacht
Hinübergehen – eine Tür ist dir geöffnet

Kreuzzeichen und Einführung
Pr.: Wir haben uns in dieser Stunde versammelt, um in einem gemeinsamen Gebet unseres/unserer Verstorbenen zu gedenken. Für Sie, liebe Angehörige, tut es gut zu wissen, ich bin mit meinem Schmerz nicht allein, sondern ich darf eine Gebetsgemeinschaft erfahren, die mich und meinen Schmerz mitträgt. Zu Gott, dem allmächtigen Vater, der unser Halt ist in schweren Stunden, wollen wir beten:
+ Im Namen des Vaters + und des Sohnes und + des Heiligen Geistes. Amen.

V1: Bei jeder Beisetzung bitten wir Gott für die Verstorbenen: „Das ewige Licht leuchte ihnen.“ Dieses Zeichen des Lichts möge uns daran erinnern, dass Gott auch uns genug Licht geben will, um alle Dunkelheit zu ertragen.
(Die beiden Kerzen am Altar werden nun angezündet)
V1: Gott, Licht der Welt, manchem von uns mag es in dieser Stunde schwer fallen zu beten. Das Licht, das vor uns brennt, soll Zeichen für unsere Lebenszeit und unsere Sendung als Getaufte in diese Welt sein. Wir lassen dieses Licht brennen. Es soll uns begleiten - wie ein Gebet.

Lied

Kyrie-Rufe
V2: Wir rufen zu Jesus Christus um seine Nähe und sein Erbarmen für unsere/unseren Verstorbene/n und uns alle:
Herr Jesus Christus, das Leben von N.N. und unser eigenes Leben bringen wir vor dich. Herr, erbarme dich.
A: Herr, erbarme dich.
V2: Herr Jesus Christus, das Gelungene und Zerbrochene ihres/seines und unseres Lebens bringen wir vor dich. Christus, erbarme dich.
A: Christus, erbarme dich.
V2: Herr Jesus Christus, unsere Trauer und Dunkelheit bringen wir vor dich. Herr, erbarme dich.
A: Herr, erbarme dich.

Gebet
V2: Gott, wir danken dir für N.N. Wir sind traurig, denn ein Mensch, der uns lieb war, ist nicht mehr bei uns. Aber das Licht, das sie/er in die Welt gebracht hat, leuchtet weiter. Das, was sie/er anderen Menschen bedeutet hat, ist nicht verloren. Gott - wo wir nur Ende sehen, bist du der Anfang. Nimm sie/ihn auf in dein Licht, deine Herrlichkeit und schenke ihr/ihm die Vollendung ihres/seines Weges und leben in Fülle. A: Amen.

Lesung:
V1: Wir hören aus dem Evangelium nach Lukas über den Tod Jesu (Lk 23,44-46)
Es war etwa um die sechste Stunde, als eine Finsternis über das ganze Land hereinbrach. Sie dauerte bis zur neunten Stunde. Die Sonne verdunkelte sich. Der Vorhang im Tempel riss mitten entzwei, und Jesus rief laut: Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist. Nach diesen Worten hauchte er den Geist aus.

Gemeinsames Psalmgebet (Ps 31)
V2: Ich lade ein, gemeinsam den Psalm 31 zu beten. Nach jeweils 2 Versen sprechen wir miteinander den Kehrvers. Ich spreche ihn vor, dann sprechen wir ihn alle.
Kehrvers: V2/A: Denke, Herr, an deine Barmherzigkeit und Güte.
V2: Herr, ich suche Zuflucht bei dir.
Lass mich doch niemals scheitern; rette mich durch deine Gerechtigkeit!
A: Wende dein Ohr mir zu, erlöse mich bald!
Sei mir ein schützender Fels, eine feste Burg, die mich rettet.

Kehrvers
V2: Denn du bist mein Fels und meine Burg;
um deines Namens willen wirst du mich führen und leiten.
A: Du wirst mich befreien aus dem Netz, das sie mir heimlich legten;
denn du bist meine Zuflucht.

Kehrvers
V2: In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist;
du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.
A: Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.
Kehrvers

Lied: Marienslied (1)
Rosenkranz-Betrachtungen

V1: Mit ausgewählten Geheimnissen aus dem schmerzhaften, glorreichen und dem trostreichen Rosenkranz betrachten wir Jesu Leidensweg und seine Auferstehung. Wir erinnern uns, dass er versprochen hat, uns am Ende unseres Lebens zu sich zu holen.

Jesus, der für uns Blut geschwitzt hat
V1: Am Ölberg ergriff Jesus Furcht und Angst. Er betete zum Vater, er möge diesen Kelch von ihm nehmen. Einsam rang er sich zu seinem Ja durch: „Nicht mein, sondern dein Wille geschehe.“
A: An Jesus sehen wir: Trotz inniger Verbundenheit mit dem Vater, muss diese Todesangst durchlitten werden. Auch unsere Verstorbenen mussten einen Weg des Reifens, des Annehmens gehen. Im Glauben an Gott erfuhren sie Stärkung für diesem Weg.
A: Gegrüßet seist du, Maria ... Jesus, der für uns Blut geschwitzt hat. (5 x - abwechselnd rechts und links)

Jesus, der für uns das schwere Kreuz getragen hat
V2: Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern, er nimmt eine Last auf sich, die ihn zu Boden stürzen lässt. Mit letzter Kraft geht er den Weg zu Ende. Jesu Freunde haben große Angst und können das Geschehen nicht fassen.
A: Angst und Hilflosigkeit breitete sich auch unter den Menschen um unsere Verstorbenen aus. Doch Gott bleibt in aller Not bei uns, hilft durch Menschen, die bereit sind zum Mittragen, zum Mit­gehen des Weges.
A: Gegrüßet seist du, Maria ... Jesus, der für uns das schwere Kreuz getragen hat. (5 x).


Jesus, der für uns gekreuzigt worden ist
V1: Jesus wird gekreuzigt. Am Kreuz breitet er seine Arme nach uns aus. Er ruft mit uns: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ein letztes „Warum“. Am Ende dieses Leidens stehen die Worte: Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist. Mit diesen Worten stirbt Jesus.
A: Menschliche Leidens- und Lebenswege stellen nicht selten die Frage: Mein Gott, warum? Jesus ist uns in diesen Nöten nahe, er weiß um unseren Schmerz, er geht den Weg mit durch das Tor des Todes, heim zum Vater.
A: Gegrüßet seist du, Maria ... Jesus, der für uns gekreuzigt worden ist. (5 x)

Jesus, der von den Toten auferstanden ist
V2: Jesus hat den Tod überwunden. Er blieb nicht im Tod, Gott hat ihn auferweckt. Jesus hat durch seinen Tod und seine Auferstehung uns das Tor zum ewigen Leben aufgetan.
A: Das ist unsere Hoffnung und unser Trost im Schmerz der Trennung, dass Jesus unserer/unserem Verstorbenen in ihrem/seinem Sterben begegnet ist, dass er sie/ihn heimgeführt hat in sein Reich, wo keine Tränen und kein Schmerz mehr sind.
A: Gegrüßet seist du, Maria ... Jesus, der von den Toten auferstanden ist. (5 x)

Jesus, der uns im Himmel eine Wohnung bereitet hat
V1: Den Jüngern hatte Jesus sein Heimgehen zum Vater vor seinem Leiden angekündigt: «Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten, damit auch ihr seid, wo ich bin.»
A: Er hält nach diesem Leben eine Zukunft für uns bereit: ein Leben, das all unsere Vorstellung übersteigt - das Leben in der Liebe und Nähe Gottes.
A: Gegrüßet seist du, Maria ... Jesus, der uns im Himmel eine Wohnung bereitet hat. (5 x)
Lied: Marienslied (2)

Abschlussgebet:
Für einen verstorbenen Vater
V2.: Herr und Gott, von dir hat alle Vaterschaft im Himmel und auf Erden ihren Namen. Gedenke deines Dieners N., der seiner Familie ein guter Vater gewesen ist. Nimm ihn auf in deinen Frieden, und schenke ihm die Erfüllung aller Liebe und Treue. Schütze alle Glieder seiner Familie, die er auf Erden hinterlassen hat, und erhalte sie in deiner Liebe, damit sie an Leib und Seele geborgen sind. Durch Christus, unseren Herrn. A.: Amen.

Für eine verstorbene Mutter
V2: Herr Jesus Christus, Sohn Gottes von Ewigkeit, Mensch geworden aus der Jungfrau Maria, blicke in deiner Güte auf deine Dienerin N. Vergilt ihr alle Liebe, die sie als Mutter ihrer Familie geschenkt hat, und erfülle an ihr deine Verheißungen. Nimm alle, die sie zurücklassen musste, in deine sorgende Obhut, und erhalte sie in der Treue zu dir. Der du lebst und herrscht in Ewigkeit. A.: Amen

Für einen Ehegatten
V2: Gott, unser Vater,
du hast eine/n Gattin/Gatten zu dir genommen.
Viele Jahre durften sie ihren Lebensweg gemeinsam gehen.
Einen Weg mit Freude und Leid, mit guten und schweren Zeiten.
Dieser Weg ließ sie miteinander wachsen und reifen.
Wir danken dir für diese/n Gattin/Gatten,
für ihre/seine Liebe, ihre/seine Sorge und Mühe für ihre/seine Familie.
Guter Gott, nimm ihr/sein leben an
und lass sie/ihn geborgen sein in deinen guten Händen.
Hilf dem Gatten/der Gattin, den Weg jetzt allein weiterzugehen.
Gib ihm /ihr Kraft dazu und die Hoffnung, dass sie sich wieder sehen
bei dir, in deiner unendlichen Liebe. Amen.

Nach tragischem Tod
V2: Sei uns gnädig, Gott, sei uns nahe.
Wir sind hier beisammen,
um Abschied von N.N. zu nehmen,
der/die auf so tragische Weise von uns genommen wurde.
Sei uns sehr nahe, jetzt, da wir trauern,
uns ohnmächtig fühlen und so vieles nicht begreifen können.
Wir geben dir dieses so plötzlich abgebrochene Leben zurück und legen es in deine Hand. Empfange N.N. und schenke ihm/ihr Ruhe, Frieden und Geborgenheit. Erinnere dich seines/ihres Names:
N.N. ein Name, der ins Buch des Lebens und in deine Hand geschrieben ist.
Sei uns allen ein barmherziger und liebevoller Gott,
damit wir weiterleben können mit diesem Tod.

Für ein verstorbenes Kind
V2: Gott, ein Kind, dein Geschenk an uns und uns anvertraut, kehrt zurück zu dir.
Unsere Herzen sind zerrissen, unsere Hände leer.
Warum Gott, warum?
Wir bleiben zurück, voller Fragen und erfüllt von tiefem Schmerz.
Wir flehen dich an: Trage uns in Dunkelheit und Not, wie du auch N.N. trägst.
Nimm unser Kind in deine Arme und schenke ihm Geborgenheit bei dir.
Lass uns in diesem Augenblick, da die Trauer uns niederdrückt, deine Nähe fühlen.
Sei bei uns, jetzt und jeden Tag.

Für einen verstorbenen Jugendlichen
V2: Gott des Lebens und des Todes,
voll Schmerz und Entsetzen suchen wir nach Worten, nach Trost und Hilfe.
Mit diesem abgebrochenen Leben wissen wir uns keinen Rat.
Traurig und machtlos legen wir es in deine Hände und vertrauen es deiner Liebe an.
Wir glauben daran, dass du uns entgegenkommst, wenn wir nicht mehr weiterwissen. So bitten wir dich:
Nimm sie/ihn auf in deine Arme. Gib ihr/ihm den Frieden und komm uns zu Hilfe, damit wir einander trösten und beistehen können.
Stärke in uns das Vertrauen, dass wir N.N. wiedersehen bei dir,
dem Vater aller Menschen.

Schlussmeditation
Pr: Eine Tür ist dir geöffnet
Du hast dich aufgemacht. Wohin gehst du?
Du gehst uns voraus, einen für uns noch verborgenen Weg. Wohin gehst du?

A: Diesen Weg kannst du nur ohne uns weitergehen.
Du hast unsere Hand losgelassen –
doch eine andere Hand empfängt dich.
Die Hand Jesu, der von sich sagt: Ich bin der Weg zum Vater.
Er ist diesen Weg durch Leid und Tod gegangen - er hat die Türe schon geöffnet.

Pr: Er empfängt dich an dieser gnadenvollen Tür.
Ihm darfst du dein Leben übergeben.
Freude, Mühe und Schmerz, Gelungenes und Versagen.
Er wird dich aufrichten und dein Leben vollenden.
ER hat eine großartige Zukunft für dich bereit.

A: Gemeinsam haben wir für den Verstorbenen gebetet. Wir bitten auch für seine Angehörigen: Guter Gott, sei ihnen nahe in ihrer Trauer.

Schlusslied

Lieder zur Auswahl

Lied1:
1. Gott wohnt in einem Lichte, dem keiner nahen kann. Von seinem Angesichte trennt uns der Sünde Bann. Unsterblich und gewaltig ist unser Gott allein, will König tausendfältig, Herr aller Herren sein.
2. Nun darfst du in ihm leben und bist nie mehr allein, darfst in ihm atmen, weben und immer bei ihm sein. Den keiner je gesehen noch künftig sehen kann, will dir zur Seite gehen und führt dich himmelan.
(nach der Melodie „O Gott, nimm an die Gaben)

Lied2:
1. Christus, der ist mein Leben, Sterben ist mein Gewinn. Ihm will ich mich ergeben, mit Fried fahr ich dahin.
2. Mit Freud fahr ich von dannen zu Christ, dem Bruder mein, auf dass ich zu ihm komme und ewig bei ihm sei.
3. Ich hab nun überwunden Kreuz, Leiden, Angst und Not; durch seine heilgen Wunden bin ich versöhnt mit Gott.
4. Wenn meine Kräfte brechen, mein Atem geht schwer aus und kann kein Wort mehr sprechen, Herr, nimm mein Seufzen auf.
5. In dir, Herr, lass mich leben und bleiben allezeit, so wirst du mir einst geben des Himmels Wonn und Freud.

Lied3:
1. Segne du, Maria, segne mich, dein Kind! Dass ich hier den Frieden, dort den Himmel find. Segne all mein Denken, segne all mein Tun! Lass in deinem Segen Tag und Nacht mich ruhn! Lass in deinem Segen Tag und Nacht mich ruhn!
Lied:
2. Segne du, Maria, unsre letzte Stund! Süße Trostesworte flüstre dann der Mund! Deine Hand, die linde, drück das Aug uns zu, bleib im Tod und Leben unser Segen du!

Lied4:
I. Lasst uns den Herrn erheben und vor sein Antlitz ziehn. Denn Christus ist das Leben und Sterben nur Gewinn. Er hat den Tod vernichtet, hat Hoffnung uns gebracht, Gebeugte aufgerichtet mit seiner milden Macht.
2. Du brachest alle Ketten des Todes, Herre Christ, da du, die Welt zu retten, vom Grab erstanden bist. Wer könnte dich auch halten, welch Siegel, welcher Stein? Du schlossest die Gewalten der Finsternis selbst ein.
3. Du Trost in allem Leiden, der unsern Tod besiegt, du willst mit Glanz umkleiden, was noch im Staube liegt. Wir tragen dir zum Throne des Lobes Gaben hin, weil du in deinem Sohne uns schon den Sieg verliehn.
nach der Melodie ,,O Gott, nimm an die Gaben“

Lied 5:
1. Näher, mein Gott, zu dir, Herr, ich bin dein, dir nur verdanke ich Leben und Sein. Laß hier auf Erden mich niemals vergessen dich! Näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir!
2. Gnade und Wohlergehn, Friede und Heil, / wird durch die Liebe dein stets mir zuteil. / Herr, auch das eine gib, / dass ich dich mehr noch lieb! / Näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir!
3. Fühl ich mein Ende nahn, Herr, steh mir bei, / Dein Sohn in Brotsgestalt Zehrung mir sei! / Vater, der einst mich schuf, hör meinen letzten Ruf: / Näher mein Gott zu dir, näher zu dir.

Lied 6:
1. Herr, ich bin dein Eigentum, dein ist ja mein Leben; mir zum Heil und dir zum Ruhm hast du mir‘s gegeben. Väterlich führst du mich auf des Lebens Wegen meinem Ziel entgegen.
2. Deine Treue wanket nicht, du wirst mein gedenken, wirst mein Herz in deinem Licht durch die Zeit hin lenken. So weiß ich, du hast mich in die Hand geschrieben, ewig mich zu lieben.