Suchen: nach Stichworten nach Artikeln
Home   Sehenswertes Pfarrleben Aktuelles/Fotos Artikel Links

Links zu anderen Seiten
[
mehr]

Jugendvesper

"Das Glück ist das einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt"

Texte und
Predigt

 
   

Jugendvesper
10.9.2006

Thema:„Das Glück ist das einzige, was sich verdoppelt,
wenn man es teilt.“

LIED

Wir wollen diese Stunde im Gebet vor dem Allerheiligsten verbringen; wir wollen anbeten.
Anbeten - das heißt Gott in den Mittelpunkt stellen.
Ihm den Platz in unseren Herzen geben, den sonst keiner einnehmen kann. Häufig fällt es uns schwer, Gott als den Dreh- und Angelpunkt unseres ganzen Denkens und Tun zu begreifen.
Wir übersehen Ihn leicht in unserem Alltag.
Gott kennt unsere Schwierigkeiten, die wir auch beim Beten haben - auch jetzt. Aber es reicht Ihm schon, dass wir Ihm eine Stunde unserer Zeit schenken. Alles andere, was wir darüber hinaus im Gebet erfahren, ist sein Geschenk an uns.

Herr, wir bitten dich: Sei du die Mitte in unserem Leben.
Gib, dass wir dich nie ganz vergessen, nicht gottlos durch unser Leben gehen. Und wenn wir wirklich einmal nicht mehr beten können, dann bleibe uns nahe im Sakrament deiner Liebe - im liebevollen Blick anderer Menschen - im Tun und Reden, Gedanken und Werken. Vergiss uns nicht, auch wenn wir dich gelegentlich vergessen. Sende uns deinen Geist, der in uns betet und uns lehrt, dich anzubeten. Darum bitten wir dich, durch Christus, unseren Herrn. Amen.

>>Jeder weiß, was gemeint ist, wenn man vom Glück spricht. Jeder hat einen ungefähren Begriff von dem, was es bedeutet.
Jedoch wenn man es definieren muss, bekommt man Schwierigkeiten. Es gibt keine allgemeingültige Definition.<<

GEBET (gemeinsam sprechen)

Guter Gott, ich wünsche mir, glücklich zu sein.
Jedoch strebe ich eher nach Geld, Macht und Erfolg.
Herr, du weißt, dass dies nicht der Weg zum wahren Glück ist.
Ich möchte, dass du mich auf den richtigen Weg leitest, auch wenn ich dabei ab und zu Unglück und Enttäuschung erfahren muss.
Lass mich das Glück, das du uns im täglichen Leben, in der Arbeit, in der Schule, zu Hause und in der Natur schenkst erkennen.
Hilfmir, dass auch ich andere Menschen glücklich machen kann.

LIED

(wir zünden unsere Kerzen an)

Gedanken einer Kerze:

«Jetzt habt ihr mich entzündet und schaut in mein Licht. Ihr freut euch an meiner Helligkeit, an der Wärme, die ich spende. Und ich freue mich, dass ich für euch brennen darf. Wäre dem nicht so, läge ich vielleicht irgendwo in einem alten Karton - sinnlos, nutzlos. Sinn bekomme ich erst dadurch, dass ich brenne.

Aber je länger ich brenne, desto kürzer werde ich. Ich weiß, es gibt immer beide Möglichkeiten für mich: Entweder bleibe ich im Karton - unangerührt, vergessen, im Dunkeln - oder aber ich brenne, werde kürzer, gebe alles her, was ich habe, zugunsten des Lichtes und der Wärme. Somit führe ich mein eigenes Ende herbei. Und doch, ich finde es schöner und sinnvoller, etwas herzugeben zu dürfen, als kalt zu bleiben und im düsteren Karton zu liegen....

Schaut, so ist es auch mit euch Menschen!
Entweder ihr zieht euch zurück, bleibt für euch - und es bleibt kalt und leer-, oder ihr geht auf die Menschen zu und schenkt ihnen von eurer Wärme und Liebe, dann erhält euer Leben Sinn. Aber dafür müsst ihr etwas in euch selbst hergeben, etwas von eurer Freude, von eurer Herzlichkeit, von eurem Lachen, vielleicht auch von eurer Traurigkeit.
 Ich meine, nur wer sich verschenkt, wird reicher. Nur wer andere froh macht, wird selbst froh. Je mehr ihr für andere brennt, um so heller wird es in euch selbst. Ich glaube, bei vielen Menschen ist es nur deswegen düster, weil sie sich scheuen, anderen ein Licht zu sein. Ein einziges Licht, das brennt, ist mehr wert als alle Dunkelheit der Welt.
Also, lasst euch ein wenig Mut machen von mir, einer winzigen, kleinen Kerze.»

(wir lassen die Kerze noch brennen)

GEDANKEN:         
• Viele Menschen versäumen das kleine Glück, weil sie auf das  große vergebens warten.
•  Glück ist: Sich freuen über die Freude des anderen.
•  Wer glücklich ist, kann glücklich machen. Wer‘s tut vermehrt sein eigenes Glück.
•  Nichts ist schwer, wenn man sich glücklich fühlt!
•  Die Gaben der Natur und des Glücks sind nicht so selten wie die Kunst, sie zu genießen.
•  „Ich finde, man kann das Glück erst finden, wenn man aufhört, nach ihm zu suchen oder ihm nachzujagen. Mein größtes Glück besteht gerade darin, dass ich nichts tue, was das Glück erzwingen soll.“
• Glück besteht in der Kunst, sich nicht zu ärgern, dass der Rosenstrauch Dornen trägt, sondern sich zu freuen, dass der Rosenstrauch Rosen trägt.
•  Das Glück kann man nur multiplizieren, indem man es teilt.
• Es gibt kaum ein beglückenderes Gefühl als zu spüren, dass man für andere Menschen etwas sein kann.
• Die Tür zum Glück geht nach außen auf - wer sie „einzurennen“ versucht, der verschließt sie.
•  Das Glück liegt nicht im Besitze und nicht im Golde, das Glücksgefühl ist in der Seele zu Hause.
           
(wir löschen die brennende Kerze)        

PSALM 84: Freude am Heiligtum


Der zwölfjährige Jesus im Tempel
Die Eltern Jesu gingen jedes Jahr zum Paschafest nach Jerusalem Als er 12 Jahre alt geworden war, zogen sie wieder hinauf, wie es dem Festbrauch entsprach. Nachdem die Festtage zu Ende waren, machten sie sich auf den Heimweg.
Der junge Jesus aber blieb in Jerusalem, ohne dass seine Eltern es merkten. Sie meinten, er sei irgendwo in der Pilgergruppe, und reisten eine Tagesstrecke weit; dann suchten sie ihn bei den Verwandten und Bekannten.
Als sie ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zurück und suchten ihn dort. Nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel; er saß mitten unter den Lehrern, hörte ihnen zu und stellte Fragen. Alle, die ihn hörten, waren erstaunt über sein Verständnis und über seine Antworten. Als seine Eltern ihn sahen, waren sie sehr betroffen, und seine Mutter sagte zu ihm: „Kind, wie konntest du uns das antun? Dein Vater und ich haben dich voll Angst gesucht.“
Da sagte er zu ihnen: „Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört?“
Doch sie verstanden nicht, was er damit sagen wollte. Dann kehrte er mit ihnen nach Nazaret zurück und war ihnen gehorsam. Seine Mutter bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen.
Jesus aber wuchs heran und seine Weisheit nahm zu, und er fand Gefallen bei Gott und den Menschen.

WIR BETEN EIN GESÄTZ DES ROSENKRANZES:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes
Amen.
Vater unser im Himmel, geheiligt...

//:Gegrüßt seist du Maria, voll der Gnade,
der Herr ist mit dir, du bist gebenedeit unter den Frauen,
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes Jesu,
den du, o Jungfrau, im Tempel wiedergefunden hast.
Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder
jetzt und in der Stunde unseres Todes. :// (10x wiederholen)

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist wie im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit, Amen.

Lasset uns beten.
(Herr Pfarrer)
Guter Gott, in Maria hast Du uns eine Fürsprecherin gegeben, die unser Leid kennt und mit uns fühlen kann. Maria hat sich mit Dir gefreut und mit dir gelitten. Gib, dass wir zusammen mit ihr in das Reich endloser Freuden gelangen. Höre auf ihre Fürsprache und nimm von uns die Gleichgültigkeit dieser Welt. Durch Christus, unseren Herrn. Amen.

LIED

>>“Das Glück ist ein Schmetterling“, sagte der Meister. „Jag ihm nach, und er entwischt dir. Setz dich hin, und er lässt sich auf deiner Schulter nieder.“ „Was soll ich also tun, um das Glück zu erlangen?“ „Hör auf, hinter ihm her zu sein.“ „Aber gibt es ncihts, was ich tun kann?“ „Du könntest versuchen, dich ruhig hinzusetzen, wenn du es wagst.“<<

-- kurze Stille --

Evangelium:
Als Jesus die vielen Menschen sah, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. Dann begann er zu reden und lehrte sie. Er sagte:
Selig die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.
Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.
Selig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden.
Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.
Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.
Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn so wurden schon vor euch die Propheten verfolgt.

(Worte des Pfarrers: siehe unten)

VATER UNSER:

G=Gott, B=Beter

B: Vater unser, der du bist im Himmel...
G: Ja?
B: Unterbrich mich nicht! Ich bete.
G: Aber du hast  mich doch angesprochen!
B: Ich dich angesprochen? Ah... nein, eigentlich nicht. Das beten wir eben so: Vater unser, der du bist im Himmel.
G: Da, schon wieder! Du rufst mich an, um ein Gespräch zu beginnen, oder? Also, worum geht‘s?
B: Geheiligt werde dein Name...
G: Meinst du das ernst?
B: Was soll ich ernst meinen?
G: Ob du meinen Namen wirklich heiligen willst.
B: Es bedeutet... es bedeutet... meine Güte, ich weiß nicht, was es bedeutet! Woher soll ich das wissen?!
G: Es heißt, dass du mich ehren willst, dass ich dir einzigartig wichtig bin, dass dir mein Name wertvoll ist. -
B: Aha. Hm. Ja, das verstehe ich. Dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel, als auch auf Erden...
G: Tust du was dafür?
B: Dass dein Wille geschieht? Natürlich! Ich gehe regelmäßig zum Gottesdienst, ich zahle Kirchensteuer und Missionsopfer.
G: Ich will mehr, dass dein Leben in Ordnung kommt; dass deine Angewohnheiten, mit denen du anderen auf die Nerven gehst, verschwinden; dass du von anderen her und für andere denken lernst, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen, auch dein Vermieter und dein Chef. Ich will, dass Kranke geheilt, Hungernde gespeist, Trauernde getröstet und Gefangene befreit werden; denn alles, was du diesen Leuten tust, tust du doch für mich.
B: Warum hältst du das ausgerechnet mir vor? Was meinst du, wie viele stinkreiche Heuchler in den Kirchen sitzen. Schau SIE doch an!
G: Entschuldige! Ich dachte, du betest wirklich darum, dass mein Herrschaftsreich kommt und mein Wille geschieht. Das fängt nämlich ganz persönlich bei dem an, der darum bittet. Erst wenn du dasselbe willst wie ich, kannst du ein Botschafter meines Reiches sein...
B: Das leuchtet mir ein. Kann ich jetzt mal weiterbeten? Unser täglich Brot gib uns heute...
G: Deine Bitte enthält die Verachtung, etwas dafür zu tun, dass die Millionen Hungernden dieser Welt ihr tägliches Brot bekommen.
B: Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern...
G: Und Markus?
B: Markus? Jetzt fang auch noch von dem an! Du weißt doch, dass er mich öffentlich blamiert, dass er mir jedes Mal dermaßen arrogant gegenübertritt, dass ich schon wütend bin, bevor er seine herablassenden Bemerkungen äußert. Und das weiß er auch! Er nimmt mich als Mitarbeiter nicht ernst, er tanzt mir auf dem Kopf rum, dieser Typ hat...
G: Ich weiß, ich weiß. Und dein Gebet?
B: Ich meinte es nicht so.
G: Du bist wenigstens ehrlich. Macht dir das eigentlich Spaß, mit so viel Bitterkeit und Abneigung im Bauch herumzulaufen?
B: Es macht mich krank!
G: Ich will dich heilen, vergib Markus und ich vergebe dir, dann ist Arroganz und Hass Markus‘ Sache und nicht deine. Vielleicht verlierst du Geld; ganz sicher verlierst du ein Stück Image, aber es wird dir Frieden ins Herz bringen.
B: Hm. Ich weiß nicht, ob ich mich dazu überwinden kann.
G: Ich helfe dir dabei.
B: Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen...
G: Nichts lieber als das! Meide bitte Personen und Situationen, durch die du versucht wirst.
B: Wie meinst du das?
G: Du kennst doch deine schwachen Punkte: Unverbindlichkeit, Finanzverwaltung, Sexualität, Aggression, Erziehung. Gib dem Versucher keine Chancen!
B: Ich glaube, dies ist das schwierigste Vaterunser, das ich je gebetet habe. Aber es hat zum ersten Mal etwas mit meinem alltäglichen Leben zu tun.
G: Schön! Wir kommen vorwärts. Bete ruhig zu Ende.
B: Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
G: Weißt du, was ich herrlich finde? Wenn Menschen wie du anfangen mich ernst zu nehmen, echt zu beten, mir nachzufolgen und das tun, was mein Wille ist; wenn sie merken, dass ihr Wirken für das Kommen meines Reiches sie letztlich selbst glücklich macht.

FÜRBITTEN:

• Gott, du bist glücklich mit uns, wenn wir einander glücklich machen. Schenke uns deine Liebe und lass uns daran glauben, dass du das Leben und die Freude willst - und nicht das Leid.
• Wir Menschen sind oft unglücklich, weil es so schwer ist, friedlich miteinander zu leben. Gib uns Kraft, dass wir uns mit Mut und Hoffnung für den Frieden in der Familie einsetzen.
• Wir sind oft traurig, weil in der Welt so viel Böses geschieht. Lass das Böse in uns aussterben, wie in Jesus die Sünde der Welt ausgestorben ist.
• Lieben und geliebt werden, das ist die stärkste Sehnsucht des Menschen. Schenk uns immer, besonders in schweren Stunden, Menschen, die es gut mit uns meinen.

LIED

GEBET (gemeinsam):
Begeistert sein,
sich anstecken lassen
mit Freude, mit Lachen, mit Tanzen - das wünsche ich mir oft.
Aber meist bin ich eher das Gegenteil,
müde und abgespannt,
wütend und gereizt,
mutlos und voller Angst.

Gott, schenke mit deinen Geist.
Verwandle mich und gib‘ mir Kraft.
Lass mich neu anfangen und begeistere mich,
damit ich ein Zeichen deiner Liebe werde
für die Menschen.

SEGEN: (Herr Pfarrer)

Der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir, wie die Sonne über der Erde Wärme gibt dem Erstarrten und Freude gibt dem Lebendigen, und sei dir gnädig, wenn du verschlossen bist in Schuld, erlöse dich von allem Bösen und mache dich frei.

Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich, er sehe dein Leid und höre deine Stimme, er heile und tröste dich und gebe dir Frieden,
 das Wohl des Leibes und das Wohl der Seele, Liebe und Glück.
Amen. - So will es der Herr, der von Ewigkeit zu Ewigkeit bleibt. So steht es fest nach seinem Willen für dich.

LIED 

Wort des Pfarrers:

Beim Weltjugendtag in Toronto 2002 sagte der damalige Papst Johannes Paul II: „Das Evangelium der Seligpreisungen, das wir sie eben gehört haben, ist die „Magna Charta“ des Christentums.
Ihr seid aus verschiedenen Regionen der Welt gekommen. Ich habe eure frohen Stimmen, eure Rufe, eure Lieder gehört und die große Erwartung gespürt, die in euren Herzen pulsiert: Ihr wollt glücklich sein!

Liebe junge Freunde, von allen Seiten werden euch viele verlockende Angebote gemacht: Viele versprechen Freude, die man mit Geld, Erfolg und Macht erlangen könne. Es wird euch vor allem die Freude versprochen, die mit dem oberflächlichen und vergänglichen Vergnügen der Sinne verbunden ist.

Liebe Freunde, einen lebhaften Wunsch nach Glück beantwortet der alte Papst mit einem Wort, das nicht von ihm stammt. Es ist schon vor 2000 Jahren erklungen. Wir haben es heute Abend wieder gehört: „Selig...“ Das Schlüsselwort der Lehre Jesu ist eine Ankündigung der Freude: „Selig...“

Die Seligpreisungen - ein Lebensprogramm
Der Christ-Selbst-Check

Jesus hat etwas ganz Neues gebracht. Früher war die einzige Richtschnur das Gesetz, die zehn Gebote. Jesus hebt die zehn Gebote nicht auf, doch macht er ganz deutlich, dass es um das Herz des Menschen geht. Das sind die Seligpreisungen. Jesus gibt nun ein Programm vor, nach dem sich jeder prüfen kann, wie weit er dem entspricht, was Christus selbst vorgelegt hat.

Vielleicht ist es einmal eine etwas andere Gewissenserforschung, die Seligpreisungen mit dem eigenen Leben zu vergleichen:

1. Bin ich arm vor Gott? Das heißt, weiß ich, dass ich nicht der Größte bin, oder bin ich überheblich? Diene ich Jesus in meinem Nächsten?
2. Bin ich traurig über die Not der anderen, oder lässt mich alles kalt? Hauptsache mir geht es gut, ich habe meinen Urlaub, meinen Spaß? Und vertraue ich in der eigenen Not trotzdem dem lieben Gott, oder bin ich total verzweifelt und hadere mit Gott?
3. Wie weit will ich meine Vorstellungen mit aller Gewalt durchsetzen? Wie weit muss ich mich immer rechtfertigen, wenn wir Unrecht geschieht? Werde ich böse, wenn etwas nicht so funktioniert, wie ich es mir vorstelle?
4. Bleibe ich selbst gerecht und wahrhaftig, wenn ich etwas erreichen möchte? Oder schließe ich manchmal Kompromisse mit der Unwahrheit?
5. Wie gehe ich mit den Fehlern meiner Mitmenschen um? Kritisiere und nörgle ich nur ständig herum, oder versuche ich vor allem die guten Seiten zu sehen?
6. Bemühe ich mich um ein reines Herz? Und versuche ich die Dinge dieser Welt so zu sehen, dass ich überall Gotteshandschrift darin entdecke?
7. Wie oft gebe ich einem Streit nach und entschuldige mich vielleicht zuerst, auch wenn ich meine, dass der andere mehr Schuld hat? Oder spielt ich den Beleidigten und bin nachtragend?
8. Nehme ich lieber Unannehmlichkeiten in Kauf, als dass ich meine Überzeugung verrate? Bleibe ich bei der Wahrheit, auch wenn es gerade nicht angenehm ist oder Freunde mich verlassen? Trete ich für meinen Glauben ein, auch wenn ich vielleicht ausgelacht werde?

Jesus gibt uns mit den Seligpreisungen eine ganz neue Richtschnur für unsere Herzen mit. Er selbst hat sie uns bis ins Letzte vorgelebt und nur Er ist es, die uns ermöglicht, nach den Seligpreisungen wirklich zu leben. Sobald ich mich darum bemühe, demütig oder gerecht zu sein, ein reines Herz zu haben, werde ich erleben, dass das Himmelreich schon Stück für Stück hier auf Erden beginnt.